Taizéfahrt 2019

Alle Jahre wieder…

…fahren wir nach Taizé. Für mich war es mittlerweile das vierte Mal, dass ich meine sieben Sachen zusammenpacke und mich gemeinsam mit einer Gruppe Jugendlicher in einen Reisebus Richtung Frankreich setze. Obwohl man meinen könnte, dass als „alter Hase“ alles zur Gewohnheit wird, weil man mit den Abläufen und dem ganzen Ort sehr vertraut geworden ist, lasse ich mich doch jedes Mal aufs Neue von diesem magischen Berg in seinen Bann ziehen. Jede Fahrt birgt ihre eigenen Überraschungen und besondere, einzigartige Erlebnisse. So auch dieses Jahr.


In Taizé angekommen regelten wir zunächst alles, was an Organisatorischem zu erledigen war. Für mich als Leitungsneuling ein ganz neuer Blickwinkel, da ich bisher als Teilnehmerin der Fahrt einfach dort ankam und wie selbstverständlich meine Baracke bezog. Aber nun hieß es Zimmer einteilen und ganz wichtig: Alle mit Essensmarken versorgen. Entgegen meiner bisherigen Erfahrung standen für uns 6er-Zimmer bereit, was eine deutlich entspanntere Schlaf-Atmosphäre als in den gewohnten 12er-Zimmern bedeutete.


Nachdem wir uns für Jobs eingeteilt hatten, hofften wir, dass sich hinter der Beschreibung „Cleaning and tyding up“ („putzen und aufräumen“), eher Aufgaben wie Bänke abwischen oder den Platz kehren verbargen. Jedoch erwies es sich als klassischer Putzdienst der sanitären Anlagen. Mit dem passenden Team dazu, unserem Dream-Team, war die Arbeitszeit jedoch von Tag zu Tag schneller verflogen und ermöglichte uns einmal sogar die Chance, auf einem benachbarten kleinen Hof Schafe umzutreiben - eines meiner persönlichen Highlights aus der gesamten Arbeitszeit.


Da mir der Tagesablauf noch sehr vertraut war, fügte ich mich recht schnell in das System ein. Vormittags wurde motiviert und Lieder-trällernd geputzt und nachmittags fand eine Bibeleinführung statt, bei der uns ein Bruder eine Bibelstelle vorstellte und wir danach in Kleingruppen darüber und über alles was uns noch in den Sinn kam wild diskutieren und uns austauschen konnten. Die vielen verschiedenen Sichtweisen und Meinungen von wildfremden Menschen zu hören und sie verstehen zu lernen, ist immer wieder eine große Bereicherung für mich.


Aber auch die dreimaligen Gebetszeiten pro Tag mit jeweils einer Zeit der Stille nach dem Evangelium gaben mir die Chance, sowohl Eindrücke von dort als auch Gedanken, die ich von Zuhause mitgebracht hatte, zu reflektieren und zu verarbeiten.

Die restliche freie Zeit der Tage verbrachte ich viel mit Gesprächen und spontanen Sing-Kreisen, die sich meist nachmittags um eine der wenigen und somit heiß begehrten Gitarre-spielenden Personen bildeten. Aber auch die Landschaft rund um Taizé bot jede Menge Freiraum für Spaziergänge, bei denen man die Seele baumeln und den Gedanken freien Lauf lassen konnte.


Da ich das erste Mal als Teil des Leitungsteams mitgefahren war, fiel es mir sehr schwer, in Taizé auf die Art anzukommen, wie ich es von den vorigen Jahren gewöhnt war. Allerdings hatte ich letztendlich Freitagabend während des Gebets einen besonderen Moment, in dem mir bewusst wurde, dass ich mich unglaublich wohl fühlte. Es war wie nach Hause zu kommen und erfüllte mich innerlich mit Wärme und Frieden, so wie ich es mir erhofft hatte.


Ein letztes Highlight bleibt nun aber noch zu berichten und zwar die Nacht der Lichter. So wird die Abend-Andacht am Tag unserer Abreise genannt, in der symbolisch jede Woche die Osternacht gefeiert wird. Hierzu bekommen alle, die die Kirche betreten, eine Kerze. Die anwesenden Kinder entzünden diese an der Osterkerze und geben das Licht an die Brüder und alle, die in der Kirche sitzen, weiter. Dieses Mal wurde dazu ein wunderschönes Halleluja gesungen, was die gesamte Fahrt perfekt abrundete. Ich kann allen, die nach einer kleinen Auszeit vom Alltag oder neuen Begegnungen mit interessanten Menschen suchen, Taizé nur wärmstens empfehlen!


(Maike Flügel)

 

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