Segelfreizeit 2019

Auf den Spuren des Heiligen Bonifatius

Am Sonntag, den 07.07.2019, machten wir uns mit 30 Jugendlichen auf den Weg nach Dokkum. Da wir alle im Bistum Fulda verteilt wohnen und von unterschiedlichen Orten aus gestartet sind, trafen wir uns in einer Autobahnkapelle bei Münster, um unsere Reise gemeinsam zu beginnen. Es gab einen kleinen Impuls, das erste Lied wurde angestimmt und die Pilgerhefte wurden ausgeteilt. Nach einer kleinen Pause ging es weiter Richtung Dokkum.


In Dokkum angekommen, wurden wir von dem Vriendschapscomité Dokkum-Credition-Fulda begrüßt. Sie zeigten uns die Bonifatiuskapelle, gaben uns eine kurze geschichtliche Einführung und machten uns den besonderen Bezug der Stadt zu Bonifatius deutlich. In dieser Kapelle feierten wir dann auch unseren ersten gemeinsamen Gottesdienst. Anschließend bekamen wir eine kleine Stadtführung, welche in einem All you can eat and drink Restaurant endete. Von Slusheis bis hin zum Rindfleisch anbraten war für jeden Geschmack etwas dabei. Auch die 0,0% Radler (liebevoll „Schande“ genannt) wurden genossen. Mit vollgeschlagenen Bäuchen und dem Kommentar: „Esst noch was, denn wir wissen nicht, wann wir wieder etwas zu essen bekommen und ob bei Seegang auch alles drinnen bleibt!“, machten wir uns weiter auf den Weg nach Harlingen, denn dort sollte unsere Segelfahrt beginnen.

 

Gegen 21 Uhr erreichten wir den Hafen in Harlingen und bezogen das Schiff. In den gemütlichen 2er und 4er Kajüten war gerade so viel Platz, dass man sich umdrehen konnte ohne sich irgendwo zu stoßen (,sofern man aufpasste und den Kopf einzog!).
Am nächsten Morgen starteten wir mit einer hl. Messe und anschließendem Frühstück in den Tag. Pünktlich um 11 Uhr liefen wir aus dem Hafen aus. Unser Skipper Mark stellte uns den Matrosen vor, der uns die ganze Woche begleiten und uns das Segeln beibringen sollte. „Das ist Woulter…wie Haus“ war die Erklärung zum Namen des Matrosen. Bis heute wissen wir nicht, was er damit meint, aber hey! Von da an konnten wir uns seinen Namen merken!
Bevor wir die Segel hissen durften, mussten wir zuerst alle den wichtigsten Knoten lernen.   Erst, als alle den Kopfschlag beherrschten, wurden die ersten Segel gehisst und das schaukeln begann. Das erste Ziel war Terschelling, welches wir auch, dank dem starkem Wind, gut erreichten. An Land würde man behaupten, dass das Wetter schlecht war, doch für eine Segelfahrt war es genau richtig: Wind und Regen! Wenn wir herausgefunden haben, dass ab 7° Neigung alles anfängt zu rutschen und Bilder schief hängen (also eigentlich war das Schiff in Schieflage und die Bilder gerade…), kann man sich ungefähr vorstellen, wie wir zu Mittag die Suppe gegessen haben. Die enorme Schieflage des Schiffes sorgte auch dafür, dass Kühlschränke und Stühle umfielen und das normale Jenga-Spiel zum Jenga-Extrem wurde…ein Abenteuer für sich!
Das sanfte und idyllische Schaukeln wurde des öfteren von Woulter mit: “WENDEN!“ unterbrochen. Dabei mussten die Segel sofort umgehisst werden, damit das Schiff eine andere Fahrtrichtung einnahm. Dabei verlagerte sich auch die Schieflage auf die andere Seite…wie gesagt: Ein Abenteuer für sich!

 

Gegen 18 Uhr kamen wir auf Terschelling an und hatten somit unser erstes Ziel erreicht. Nach dem Abendessen gab es Freizeit um die Stadt zu erkunden und die Landschaft zu genießen. Mit einem gemeinsamen Abendimpuls beendeten wir den Tag.
Die nächsten Tage gestalteten sich vom groben Tagesablauf immer ähnlich. Zuerst eine Messe, dann Frühstück und auslaufen aus dem Hafen. Auch gekocht wurde immer selbst! Die Küchen-/Kochteams wurden von Tag zu Tag besser und liesen sich immer etwas Neues einfallen.

Am zweiten Tag besuchten wir nach einer sehr ruhigen und sonnigen Fahrt Ameland. Diese Insel war auch für unseren Skipper ein Highlight, da es die Umstände nicht oft ermöglichen dort hin zu segeln.

Die nächste Station hieß Vlieland. Mehr oder weniger mit gut gelauntem Skipper. Ursprünglich wollten wir uns auf offenem Wattenmeer trocken laufen lassen, um vom Schiff absteigen zu können, doch die Wind- und Wetterverhältnisse und die daraus resultierenden Verschiebungen von Flut und Ebbe machten uns einen Strich durch die Rechnung. Also kam die Frage auf, ob wir noch einmal Terschelling anschippern oder noch eine andere Insel ansteuern, welche allerdings zwei Stunden Fahrzeit weiter weg liegt. Wir entschieden uns für die neue Insel Vlieland. Diese Entscheidung brachte dem Skipper keine gute Laune, was auch irgendwie verständlich ist, denn wir saßen gemütlich mit einem Käffchen unter Deck im trockenen, während er draußen bei Wind und Regen stehen und das Schiff lenken musste.
Auf Vlieland angekommen gab es Freizeit, um den Hafen zu erkunden und eine Messe am Strand. Es war ein ganz besonderes Feeling eine Messe zu feiern, bei der man im Sand sitzt und dabei einen Blick auf das offene Meer hat. Eine Eucharistiefeier, die wir so schnell nicht vergessen werden.

Nach dem Besuch von Vlieland machten wir uns auch schon auf die Rückkehr Richtung Harlingen. Der Skipper hatte mittlerweile mehr Vertrauen in uns und überlies einigen Teilnehmern das Steuer. Nachdem wir am vorherigen Tag die ganze Strecke mit dem Motor fahren mussten, konnten wir an diesem letzten Segeltag den Wind noch ein Mal voll ausnutzen und bis nach Harlingen segeln. Auch diesen Tag beendeten wir gemeinsam mit einem Abendimpuls und liesen den Abend in einer schönen Gemeinschaftsrunde ausklingen.

Am nächsten Morgen ging es schon um 9 Uhr runter vom Schiff und ab nach Fulda. Dort feierten wir am Grab des Heiligen Bonifatius eine Abschlussmesse und bekamen mit einer Reliquie des Hl. Bonifatius den persönlichen Segen.


Es war eine sehr schöne Fahrt mit guter Gemeinschaft und vielen tollen ausergewöhnlichen Erfahrungen! Und wenn wir eines auf den Inseln gelernt haben dann, dass Fahrräder immer Vorfahrt haben!

Ahoi und Woulter say: „Whaaat?“

 

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