Taizéfahrt 2017

Ein Tag in Taizé..

Es ist 07:45 Uhr und mein Wecker klingelt. Die meisten aus meinem Zimmer sind auch schon wach und so laufe ich in das Gemeinschaftsbad und putze mir erstmal die Zähne, bevor ich mich auf den Weg zur Kirche mache. Viele sitzen schon dort, beten oder entspannen aber viele gucken auch auf den schönen Altar.
Um 08:30 Uhr beginnt das Morgengebet, jeden Morgen aufs Neue. Danach stelle ich mich schnell in die Frühstücksschlange und warte auf mein Brötchen mit Butter und Chocolatsticks und warmen Tee. Am ersten Morgen bin ich verwundert wie ich ohne Messer mein Brötchen schmieren soll, aber mit 10 weiteren Leuten auf meiner Bank lernt man schnell dazu und ist spätestens am nächsten Morgen ein Profi im Brötchen ohne Besteck schmieren.

Nachdem ich gemütlich gegessen habe, laufe ich auch schon in den Raum, indem bereits Bruder Rodrigez wartet, der für uns jeden Morgen die Bibeleinführung leitet. Das Ganze läuft in Englisch ab, aber wird auch in Deutsch übersetzt, damit jeder den Text verstehen kann. Danach schließe ich mich mit Ronia zusammen (FSJ’lerin im kath. Jugendreferat Kassel) um eine Bibelgruppe zu leiten. Ab diesem Zeitpunkt dürfen wir uns ,,Contactperson`` nennen und sind somit für den Rest der Woche für eine Bibelgruppe zuständig. Das beinhaltet das Leiten der Gespräche in einer Gruppe bestehend aus ca. 10 Jugendlichen, aber auch das Kontrollieren, das jeder zu seiner Aufgabe erscheint. Unsere ist das ,,Big washing up``, welches wir immer nach jedem Abendessen gemacht haben. Und das sogar mit riesigem Spaß.

Nach dem Mittaggebet scheint die Sonne schön warm, alle sind glücklich und freuen sich auf das Mittagessen. Also schnell die Essensmarke zücken und das Essen genießen.
Das schöne in Taizé ist der Ausgleich zwischen Struktur und Freizeit und so hole ich mir danach erstmal einen Kaffee, genieße die Sonne, tausch mich mit meinen Kollegen aus und schlendere danach über das Gelände, bevor unsere abendliche Spülaufgabe ansteht.
Ich sehe Erwachsene, die ihre Bibelgruppen am Nachmittag haben, Jugendliche, die verschiedene Aufgaben zur Erhaltung des Geländes ausüben, aber auch einige, die zusammensitzen, reden oder auch ein Spiel spielen. Ein guter Plan für den Nachmittag ist genauso die Exposition, in der man Postkarten, Kette, Keramik, uvm. kaufen kann. Danach mache ich mich mit meinen erworbenen Postkarten bei schönstem Sonnenschein auf den Weg ins Grüne. Ich nehme mir eine Auszeit, höre ein bisschen Musik und verfasse meine Postkarten. In Taizé bleibt einem selbst viel Zeit und Raum über Dinge nachzudenken und Vergangenes zu reflektieren. Ab und zu schreibe ich meine Gedanken dazu auch in mein Buch, das Tag für Tag in meiner Jackentasche steckt. Ich möchte euch auch daraus eine Frage zitieren, die mir am Anfang der Reise gestellt wurde:

,, Wie würdest du jemandem Taizé erklären das er mitfährt, ohne aber zu sagen, dass er einfach mal mitfahren muss‘‘?

Und so saß ich einige Male im Gebet und habe drüber nachgedacht. Am letzten Abend aber habe ich erst die finale Lösung niedergeschrieben:,, Ich glaube man kann diese Frage nicht beantworten. Man muss einmal hier her kommen um den Zauber an diesem magischen kleinen Ort zu spüren.‘‘ Ich klappe mein Buch zu, blicke mich in der Kirche noch einmal um und bin zufrieden. Zufrieden mit der Woche, glücklich die Möglichkeit gehabt zu haben mitzufahren und gleichzeitig wehmütig Taizé wieder zu verlassen. Aber das wird definitiv nicht das letzte Mal für mich gewesen sein nach Taizé zu fahren, denn wer einmal hinfährt, fährt auch noch ein zweites, drittes, viertes Mal, usw. hin.


Und so habe ich die Frage doch wie befürchtet beantwortet ,,Man muss einfach mal hinfahren‘‘, aber so ist es nun einmal. Fahre mal hin und lass dich drauf ein. Genieße die Zeit für dich, verweile im Garten der Stille mitten im Grünen, lerne neue Leute aus der ganzen Welt kennen aber besonders: lerne dich und deinen Draht zu Gott besser kennen. Taizé ist ein Ort zum Auftanken!


Unsere nächste Fahrt nach Taizé findet vom 30. September bis 07. Oktober 2018 statt.


(Text: Patricia Geipel
Fotos: Jugendreferat)

 

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